Herbstzeit ist Toerggelezeit

Das Südtiroler Törggelen entstammt dem alten Brauch der Bauern und Weinhändler, zwischen Anfang Oktober und dem Beginn der Adventszeit den jungen Wein zu verkosten. Die Entstehung dieser Tradition beruht auf  Südtiroler Geselligkeit und Gastfreundschaft. Nach der Erntezeit der Trauben revanchierten sich die Winzer bei Ihren Erntegehilfen damit, dass Sie zum herbstlichen Bauernschmaus und zur Verkostung des neuen Weines luden. Zum Kosten des neuen Weines stieg man in den Kelterraum, also jenen Raum, in dem die Weinpresse, die “Torggl” stand. Zur geselligen Runde hat man sich in die Stube gesetzt und die Gäste mit einem traditionellen Festessen verköstigt.

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Fesch siehst du aus!

Dirndl und Tracht trug man bis vor einigen Jahren nur wenn man einer Musikkapelle angehörte, wenn man über 40 war und einen Hang zur guten alten Zeit hatte oder wenn einen die Eltern zum Kirchtag hineinstopften, egal ob man wollte oder nicht. Mittlerweile ist ein richtiger Dirndl und Lederhosen Trend in Südtirol explodiert. Was der Anlass dazu war ist irgendwie schwer zu beschreiben, plötzlich war es einfach in. Egal ob Jugendliche mit Piercing und Tattoo oder feine Damen der High Society: mittlerweile gehört ein Dirndl in Südtirol zum guten Ton und ist zum Modestatement avanciert. Für den edlen und modernen Look sorgen unter anderem auch die Designer des Labels cocovero.

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Knoedel: eine runde Sache

Ich kann es nicht mehr verneinen: der Herbst hat Einzug genommen. Früh am Morgen steigen Nebelschwaden aus den Tälern auf, die Wiesen leuchten in satteren Tönen als noch vor einigen Wochen und die ersten Zugvögel streifen meinen Blick. Richtiges Herbstwetter. Der Magen sehnt sich nach etwas Kräftigem, Deftigem. Perfektes Knödelwetter!

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Das Suedtiroler Erntedankfest

Im Oktober wird in ganz Südtirol, landauf, landab, das Erntedankfest gefeiert. Prozessionen von Menschen, Obst und Gemüse die sich feierlich durch Dörfer und Gassen schlängeln: Musikkapellen mit in der Sonne glitzernden Instrumenten, mannsgroße Heiligenstatuen geschmückt mit allem was die Natur hergibt, in Tracht, Dirndl und Lederhosen herausgeputzte Bäuerinnen und Bauern die Weidenkörbe voller Kostbarkeiten tragen: Erdäpfl (Kartoffeln), Epfl (Äpfel), Kirbes (Kürbisse), Traschggelen (Trauben). Obwohl sich in jedem Dorf die Riten des Erntedankfestes etwas unterscheiden haben alle etwas gemeinsam: man dankt für die Ernte, für den Lohn von monatelanger, geduldiger Arbeit auf dem Feld und auf den Äckern, das Bewusstsein dass man reich ist, solange man etwas auf den Teller bringen kann.

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Kennen Sie Bruneck in den Suedtiroler Alpen?

Bruneck liegt auf 835 m Meereshöhe, inmitten eines weiten Talbeckens und umrahmt von hohen Bergen. Die Ursprünge gehen auf das Jahr 1250 zurück, als der Brixner Bischof Graf Bruno von Wullenstätten und Kirchberg auf dem Schloßberg eine Burg erbaute und damit den Grundstein für die 1256 urkundlich erwähnte Stadt legte. Als einzige Stadt des Pustertales wurde sie durch den lebhaften Handel bald der wirtschaftliche Mittelpunkt, entwickelte sich in der Folgezeit aber auch zu einem Kulturzentrum. Bruneck wurde wohlhabend. Handel und Gewerbe, später vor allem das Kunsthandwerk, blühten auf und brachten einen gewissen Wohlstand, der sich unter anderem in der Gestaltung der Häuser bemerkbar machte.

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Bergila: die bunte Schatzkammer

Die Natur hält viele Schätze für uns bereit die heilen können und uns helfen gesund zu bleiben! Ringelblume für schnelle Wundheilung, Arnika wirkt krampflösend und Kamille beruhigend, das hat mir bereits meine Großmutter beigebracht. Dass es sehr viel mehr zu lernen und nutzen gibt erfahre ich bei einem Besuch der Kräutergärten von Bergila. Ganz in Nähe von Bruneck, auf der sogenannten Sonnenstraße, nur wenige Autominuten entfernt liegen die Kräutergärten und die Latschenölbrennerei Bergila.

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5 Gruende den Oktober zu lieben

Meine ganz persönlichen Oktober Top 5  :)

S O C I A L I Z E    Der Keschtn Steig
Im anliegenden Eisacktal kann man den Kastanienweg entlang spazieren und unter uralten, orange leuchtenden Bäume emsig Kastanien aufsammeln die dann zu Hause in der Pfanne geröstet werden. Das Kastanienritzen ist kinderleicht und die Freude über bratfrische Kastanien zaubert ein zufriedenes Lächeln auf jedes Gesicht. Ein nahezu perfekter Herbsttag im Familien oder Freundeskreis.
Infos mit Beschreibungen und Karten im Buch “Kestnweg”, KompassVerlag

M O D E    Ein Sarner für die Ewigkeit
Wenn die Abende kühler werden habe ich endlich wieder einen Grund meine Sarner Strickjacke (auf südtirolerisch Janker) aus den Tiefen des Kleiderschranks zu kramen. Obwohl es eigentlich ein sehr traditionelles Kleidungsstück ist sieht man zum Glückauch immer mehr Fashionistas die damit durch Stadt und Land flanieren. Egal ob zum Sommerkleid oder zur Jeans: der Sarner passt immer. Und super wärmen tut er ja sowieso.
Mein liebster Sarner: www.myherzallerliebst.de 

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Sie malen wieder!

Dies war der Titel der Südtiroler Tageszeitung über die jungen Kunstschaffenden die gerade eben in der Bruckner Kunstgalerie prawneg&wolf exponieren. Vier junge Südtiroler, alle um die 20, die sich mit dem Thema der Ausstellung auf ihre (wie könnte es für Künstler anders sein) ganz eigene Weise auseinander setzten  „Why should I be original?“ War nicht alles schon mal da? Ist nicht alles nur eine ewige Interpretation von bereits Bestehendem? Schließlich kann man das Rad nicht nochmals erfinden. Aber: geht es darum? Was definiert Originalität? Und: ist das überhaupt wichtig? Wieso denn? Die Antwort fällt bei den jungen Wilden natürlich sehr ironisch aus: Ausstellung höchste Priorität, Möglichkeit Identität Plattform, Original scheiß egal. Zu sehen sind Arbeiten von Johannes Bosisio, Elisa Alberti, Maxi Erlacher und Anna Rubner. Und überrascht darf man dabei feststellen: ja sie malen wieder die jungen Leute! Großformatig, skurril, voller Phantasie und Enthusiasmus.

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