Das Suedtiroler Erntedankfest

Im Oktober wird in ganz Südtirol, landauf, landab, das Erntedankfest gefeiert. Prozessionen von Menschen, Obst und Gemüse die sich feierlich durch Dörfer und Gassen schlängeln: Musikkapellen mit in der Sonne glitzernden Instrumenten, mannsgroße Heiligenstatuen geschmückt mit allem was die Natur hergibt, in Tracht, Dirndl und Lederhosen herausgeputzte Bäuerinnen und Bauern die Weidenkörbe voller Kostbarkeiten tragen: Erdäpfl (Kartoffeln), Epfl (Äpfel), Kirbes (Kürbisse), Traschggelen (Trauben). Obwohl sich in jedem Dorf die Riten des Erntedankfestes etwas unterscheiden haben alle etwas gemeinsam: man dankt für die Ernte, für den Lohn von monatelanger, geduldiger Arbeit auf dem Feld und auf den Äckern, das Bewusstsein dass man reich ist, solange man etwas auf den Teller bringen kann.

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Bergila: die bunte Schatzkammer

Die Natur hält viele Schätze für uns bereit die heilen können und uns helfen gesund zu bleiben! Ringelblume für schnelle Wundheilung, Arnika wirkt krampflösend und Kamille beruhigend, das hat mir bereits meine Großmutter beigebracht. Dass es sehr viel mehr zu lernen und nutzen gibt erfahre ich bei einem Besuch der Kräutergärten von Bergila. Ganz in Nähe von Bruneck, auf der sogenannten Sonnenstraße, nur wenige Autominuten entfernt liegen die Kräutergärten und die Latschenölbrennerei Bergila.

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Der original Suedtiroler Apfelstrudel

Mal ehrlich: Ein Südtirol Urlaub ohne Apfelstrudel ist wie ein Skiurlaub ohne Schnee. Apfelstrudel gehört eben zu Südtirol wie der Speckknödel oder die Schlutzkrapfen. Die Südtiroler Küche wurde durch so viele Ländergrenzen beeinflusst dass sie vielleicht nie eine historisch rilevante Eigenständigkeit am Herd entwickelt hat. Allerdings wussten wir Südtirolern schon immer aus allen Einflüssen das Beste heraus zu suchen um es auf unsere ganz eigene Art zu interpretieren. Der Strudelteig stammt nämlich historisch gesehen aus dem arabischen Raum und gelang über den Orient zu uns. Das Rezept für den originalen Apfelstrudel stammt zum Beispiel aus Ungarn und erlangte in der Zeit der Donaumonarchie großes Aufsehen in der Wiener Kaffeehaus-Kultur von wo es vom einst Arme-Leute-Essen zum Leibgericht der gehobenen Schicht avancierte. So gelang der Apfelstrudel bis nach Südtirol und wurde schnell zu einer unserer, sagen wir mal, Nationalspeisen gekürt.

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